Wie funktioniert eine Exportkreditversicherung?
Aktualisiert: 2026-10-16
Kurze Antwort
Eine Exportkreditversicherung schützt Exporteure gegen bestimmte finanzielle Verluste, wenn ausländische Käufer nicht bezahlen. Je nach Police können Risiken wie die Insolvenz eines Kunden, längerer Zahlungsverzug oder bestimmte politische Ereignisse abgedeckt sein. Der Versicherungsschutz ist an Bedingungen, Deckungslimits, Ausschlüsse und Meldepflichten gebunden und ersetzt nicht automatisch den gesamten Forderungsbetrag.
Was ist eine Exportkreditversicherung?
Eine Exportkreditversicherung hilft Unternehmen, das Risiko abzusichern, dass ausländische Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen. Sie ist besonders relevant, wenn ein Exporteur Waren oder Dienstleistungen auf Rechnung liefert und der Zahlungseingang erst nach Versand oder Zustellung erwartet wird. Je nach Anbieter kann die Versicherung einzelne Käufer, bestimmte Exportgeschäfte oder ein Portfolio internationaler Forderungen abdecken.
Welche Risiken können versichert sein?
Kommerzielle Risiken können beispielsweise die Insolvenz eines Käufers oder ein länger andauernder Zahlungsausfall sein. Je nach Police können außerdem bestimmte politische Risiken abgedeckt werden, etwa Ereignisse, die Zahlungen verhindern oder den internationalen Transfer von Geld einschränken. Welche Risiken tatsächlich versichert sind, hängt vom Vertrag, dem Land, dem Käufer, der Zahlungsfrist und den vereinbarten Deckungslimits ab.
Wie läuft die Absicherung ab?
Der Exporteur beantragt die Versicherung und stellt Angaben zum Unternehmen, zu den ausländischen Kunden, den Märkten und den geplanten Zahlungsbedingungen bereit. Der Versicherer prüft die Risiken und legt gegebenenfalls Käuferlimits, Prämien und weitere Bedingungen fest. Nach der Lieferung muss der Exporteur die vereinbarten Melde-, Dokumentations- und Prämienpflichten erfüllen. Bei einem versicherten Zahlungsausfall meldet er den Fall fristgerecht und reicht die verlangten Nachweise ein. Der Versicherer prüft den Anspruch gemäß der Police, bevor eine mögliche Entschädigung festgelegt wird.
Vorteile für exportierende Unternehmen
Eine Exportkreditversicherung kann helfen, den finanziellen Schaden durch bestimmte Forderungsausfälle zu begrenzen und Kunden Zahlungsziele anzubieten, ohne das gesamte Risiko allein tragen zu müssen. Versicherte Forderungen können unter bestimmten Voraussetzungen außerdem die Grundlage für eine Finanzierung durch eine Bank bilden. Die Versicherung garantiert jedoch weder, dass jeder Kunde zahlt, noch dass jede offene Rechnung vollständig ersetzt wird. Selbstbehalte, nicht gedeckte Anteile und Ausschlüsse sind zu berücksichtigen.
Wie wählt man eine passende Exportkreditversicherung?
Vergleichen Sie die versicherbaren Länder und Käufer, den Deckungsanteil, die Prämie, die Wartezeiten, die Meldepflichten und die Bedingungen für die Schadenregulierung. Prüfen Sie auch, ob Einzelgeschäfte oder ein gesamtes Kundenportfolio versichert werden können und welche Anforderungen an die Kreditprüfung gestellt werden. Unternehmen können sich an ihre nationale Exportkreditagentur oder einen geeigneten privaten Versicherer wenden. Informationen zu Exportkreditversicherungen für kleinere US-Exporteure bietet https://www.exim.gov/solutions/export-credit-insurance/small-business-policy.